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LV-LeiterInnen:
Dipl.Ing. Willi Haas
Mag. Barbara Smetschka
Ort:
Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung
(IFF), 1070 Wien, Schottenfeldgasse 29; siehe Aushang im Lift.
Termine:
Mi, 08.10.2008, 09:00-11:00 Uhr, SR3 (Vorbesprechung)
Mi, 22.10.2008, 09:00-13:00 Uhr, SR3
Mi, 29.10.2008, 09:00-13:00 Uhr, SR3
Mi, 26.11.2008, 09:00-13:00 Uhr, SR3
Mi, 10.12.2008, 09:00-13:00 Uhr, SR3
Mi, 07.01.2009, 09:00-13:00 Uhr, SR3
Mi, 21.01.2009, 09:00-13:00 Uhr, SR3
Uhr
Anmeldung:
persönliche Anmeldung bei barbara.smetschka@uni-klu.ac.at
Inhalt
/ Methodik / Didaktik:
Befriedigende interdisziplinäre Forschung zu bewerkstelligen
ist beides gleichzeitig: nicht trivial und spannend. Die Spezialisierung
der Wissenschaft in Disziplinen hat zu einem systematischen "Ausblenden"
des jeweils anderen geführt. Theoretische Modelle, methodische Werkzeuge
und die dabei entwickelte Sprache trennen wissenschaftliche Disziplinen.
Problemorientierte Forschung zur Bearbeitung gesellschaftlich relevanter
Themen braucht interdisziplinäre Forschung, als Ort, an dem über
die Grenzen der Disziplinen hinweg gemeinsam an Lösungen gearbeitet
wird. Die Qualität von interdisziplinärer Kommunikation ist
dabei entscheidend. Erst durch die Reflexion von Differenzen zwischen
den Disziplinen z.B. mit dem Konzept "Wissenschaftskulturen"
und das Erkennen von Kommunikationsbarrieren können Lösungen
zu ihrer Überwindung in Forschungsprojekten erarbeitet werden. In
diesem Seminar sollen interdisziplinäre Forschungssituationen erlebbar
werden und das Interesse für das theoretische Verstehen der Kommunikationsbarrieren
und dem produktiven Umgang mit ihnen geweckt werden.
Methodisch
bedienen wir uns des Action Learning: d.h. der zyklisch wiederkehrenden
Schritte: Planen, Tun und Reflektieren. Angewandt wird das an die verschiedensten
Phasen der projektförmig organisierten Forschung in Form eines Mini-Projektes:
Entwicklung eines Forschungsdesigns, Arbeiten im Team, interdisziplinäre
Forschung, Präsentation, Abschluss bzw. Evaluation. Mit theoretischen
Einschüben zu relevanten Themen werden die dabei gemachten Erfahrungen
ergänzt und vertieft. Die Lehrveranstaltung wird durch eine Website
begleitet. Die gemeinsame Arbeit in räumlich getrennten Projektteams
kann in einem "virtual common workspace" geübt werden.
AdressatInnen:
Studierende aus Sozial-, Kultur- und Naturwissenschaften, BOKU, TU, WU;
2. und 3. Studienabschnitt.
Anrechenbarkeit:
Geschichte, Magisterstudium Sozial- und Humanökologie; Ökologie,
Anthropologie, Soziologie oder aufgrund persönlicher Vereinbarung
mit der jeweiligen Studienkommission.
Voraussetzung
für den Zeugniserwerb:
aktive Mitarbeit, schriftliche Ausarbeitung und mündliche Präsentation
der geforderten Produkte.
Zertifikat:
Wer mindestens 12 Semesterwochenstunden im Rahmen des Lehrprogramms Interdisziplinäre
Kommunikation, Wissensmanagement und soziales Lernen absolviert, erhält
ein Zertifikat.
Literatur:
| Becher,
Tony (1989): Academic Tribes and Territories: Intellectual Enquiry
and the Cultures of Disciplines. Buckingham: Open University Press |
| Arnold,
Markus, Fischer, Roland (2004): Disziplinierungen. Kulturen der Wissenschaften
im Vergleich. Wien: Turia+Kant |
| Gibbons,
Michael, Limoges, Camille, and Nowotny, Helga (1994): The New Production
of Knowledge. The Dynamics of Science and Research in Contemporary
Societies. London: Sage |
| Klein,
Julie T. (1996): Crossing Boundaries: Knowledge, Disciplinarities
& Interdisciplinarities. Virginia: University Press |
| Loibl,
Marie C., (2005): Spannungen in Forschungsteams. Hintergründe
und Methoden zum konstruktiven Abbau von Konflikten in inter- und
transdisziplinären Projekten. Heidelberg: Carl-Auer Verlag |
| Winiwarter,
Verena and Wilfing, Harald (2002): Historische Humanökologie:
interdisziplinäre Zugänge zu Menschen und ihrer Umwelt.
Wien: Facultas |
| Weingart,
Peter (1997): Interdisziplinarität: der paradoxe Diskurs. In:
Benseler, Frank (Ed.): Ethik und Sozialwissenschaften: Streitforum
für Erwägungskultur. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, pp.
521-528 |
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