
2 SeWo Std., SE
Dipl.-Ing. Willi Haas, Mag. Barbara Smetschka
823.013 Uni Klagenfurt, IFF, Lehrprogramm, Masterstudium Sozial- und Humanökologie,
230.166 Uni Wien, Studienrichtung Soziologie
Termine:
06. März 2012, 09,00-11.00 Uhr Vorbesprechung
20. März 2012, 09.30-13.00 Uhr
24. April 2012, 09.30-13.00 Uhr
22. Mai 2012, 09.30-13.00 Uhr
05. Juni 2012, 09.30-13.00 Uhr
12. Juni 2012, 09.30-13.00 Uhr
19. Juni 2012, 09.30-13.00 Uhr
26. Juni 2012, 09.30-13.00 Uhr
Ort: IFF, 1070 Wien, Schottenfeldgasse 29
Info: persönliche Anmeldung, barbara.smetschka@uni-klu.ac.at
Zum Lehrprogramm insgesamt: http://www.workinprocess.at/ik_uebersicht.html
Inhalt / Methodik / Didaktik:
Befriedigende interdisziplinäre Forschung zu bewerkstelligen ist beides gleichzeitig: nicht trivial und spannend. Die Spezialisierung der Wissenschaft in Disziplinen hat zu einem systematischen "Ausblenden" der jeweils Anderen geführt. Theoretische Modelle, methodische Werkzeuge und die dabei entwickelte Sprache trennen wissenschaftliche Disziplinen. Problemorientierte Forschung zur Bearbeitung gesellschaftlich relevanter Themen braucht interdisziplinäre Forschung, als Ort, an dem über die Grenzen der Disziplinen hinweg gemeinsam an Lösungen gearbeitet wird. Die Qualität von interdisziplinärer Kommunikation ist dabei entscheidend. Erst durch die Reflexion von Differenzen zwischen den Disziplinen z.B. mit dem Konzept „Wissenschaftskulturen“ und das Erkennen von Kommunikationsbarrieren können Lösungen zu ihrer Überwindung in Forschungsprojekten erarbeitet werden. In diesem Seminar sollen interdisziplinäre Forschungssituationen erlebbar werden und das Interesse für das theoretische Verstehen der Kommunikationsbarrieren und dem produktiven Umgang mit ihnen geweckt werden.
Methodisch bedienen wir uns des Action Learning: d.h. der zyklisch wiederkehrenden Schritte: Planen, Tun und Reflektieren. Angewandt wird das an die verschiedensten Phasen der projektförmig organisierten Forschung in Form eines Mini-Projektes: Entwicklung eines Forschungsdesigns, Arbeiten im Team, interdisziplinäre Forschung, Präsentation, Abschluss bzw. Evaluation. Mit theoretischen Einschüben zu relevanten Themen werden die dabei gemachten Erfahrungen ergänzt und vertieft. Die Lehrveranstaltung wird durch eine Website begleitet. Die gemeinsame Arbeit in räumlich getrennten Projektteams kann in einem „virtual common workspace“ geübt werden.
AdressatInnen: Studierende aus Sozial-, Kultur- und Naturwissenschaften
Anrechenbarkeit: Bildungswissenschaft, Geschichte, Magisterstudium Sozial- und Humanökologie, Ökologie, Anthropologie, Soziologie oder aufgrund persönlicher Vereinbarung mit der jeweiligen Studienkommission
Voraussetzung für den Zeugniserwerb: aktive Mitarbeit, schriftliche Ausarbeitung und mündliche Präsentation der geforderten Produkte, Semianararbeit
Zertifikat: Absolvierung von mindestens 12 Semesterwochenstunden im Rahmen des Lehrprogramms Interdisziplinäre Kommunikation, Wissensmanagement und soziales Lernen absolviert.
Literatur:
Becher, Tony (1989): Academic Tribes and Territories: Intellectual Enquiry and the Cultures of Disciplines. Buckingham: Open University Press
Arnold, Markus, Fischer, Roland (2004): Disziplinierungen. Kulturen der Wissenschaften im Vergleich. Wien: Turia+Kant
Gibbons, Michael, Limoges, Camille, and Nowotny, Helga (1994): The New Production of Knowledge. The Dynamics of Science and Research in Contemporary Societies. London: Sage
Klein, Julie T. (1996): Crossing Boundaries: Knowledge, Disciplinarities & Interdisciplinarities. Virginia: University Press
Loibl, Marie C., (2005): Spannungen in Forschungsteams. Hintergründe und Methoden zum konstruktiven Abbau von Konflikten in inter- und transdisziplinären Projekten. Heidelberg: Carl-Auer Verlag
Winiwarter, Verena and Wilfing, Harald (2002): Historische Humanökologie: interdisziplinäre Zugänge zu Menschen und ihrer Umwelt. Wien: Facultas
Weingart, Peter (1997): Interdisziplinarität: der paradoxe Diskurs. In: Benseler, Frank (Ed.): Ethik und Sozialwissenschaften: Streitforum für Erwägungskultur. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, pp. 521-528
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